▲ Chris @ Himalaya 2.0

2. Januar 2022

Körperliche Verfassung

Knie & Rücken

Ich muss es zugeben: 2021 war kein gutes Jahr und ich war noch nie so schwer körperlich angeschlagen. Das führe ich tatsächlich auch auf Corona zurück, denn ich hatte 2020 aufgrund der zunächst geschlossenen Studios und später wegen der ungeklärten Hygienesituation in den Studios fast überhaupt kein Fitness-Training mehr gemacht. Hatte ich in den Jahren zuvor immer eine gute Balance zwischen Lauftraining und Fitness-Training erreicht, ging ich 2020 also quasi überhaupt nicht mehr ins Fitness-Studio. Dafür lief ich mehr draußen. Betrug meine Laufleistung bislang pro Jahr schätzungsweise 600 Kilometer, verdoppelte ich 2020 die Strecke auf 1.200 Kilometer, mit den intensivsten Monaten gegen Jahresende. Im Januar und Februar 2021 blieb das Pensum stabil und war schon auf einem guten 2.000 Kilometer-Kurs für 2021. Dann jedoch wurde ich krank und bekam auch noch Schmerzen zuerst im linken Knie und dann im Unterleib. Den ganzen Sommer über laborierte ich daran und konnte überhaupt nicht oder nur wenig laufen.

Die Hauptursache liegt wohl an dem fehlenden Fitness-Training in Kombination mit dem intensiven Laufen auf Asphalt. Die Muskeln in Oberschenkel und Waden sind verkürzt. Das hat dem Innenmeniskus geschadet. Die ziemlich fiesen Schmerzen im Unterleib bereiteten mir als Mann mit inzwischen 50 natürlich die meisten Sorgen. Zum Glück konnte der schlimmste Verdacht ausgeschlossen werden. Die Schmerzen sind wohl auf die 3. und 4. Lendenwirbel zurückzuführen. Dies wiederum lässt auf fehlende Muskeln im Core-Bereich schließen. Das fehlende Fitness-Training zollte seinen Tribut.

In 2021 bin ich also kaum gelaufen. Ich habe es mit Biegen und Brechen am Ende noch auf 700 Kilometer geschafft. Nicht zuletzt auch, weil ich Anfang Dezember eigentlich mit meinem Kumpel Ralf den „El Cruce“ – ein 100 Kilometer-Lauf von Argentinien nach Chile – laufen wollte und einfach auch trainieren musste, um dort nicht ganz unterzugehen. Aber teilweise konnte ich nur noch mit Schmerzen gehen und spätestens an diesem Punkt musste ich den El Cruce absagen.


Allgemeine Verfassung

Beim letzten Check-up Ende November/Anfang Dezember war mein Arzt zufrieden mit mir. Alle Werte sind soweit eigentlich in Ordnung, ein bisschen muss hier und dort nachjustiert werden. Für das Knie wurden mir Dehnübungen verordnet, um den Verkürzungen der Muskeln entgegenzuwirken. Laufen kann ich wieder, auch wenn ich erst sachte damit anfange.

Jetzt nach den Schlemmertagen rund um Weihnachten und Neujahr wiege ich 79 Kilo, was mir für meinen aktuell geringen Muskel-Level schon 1-2 Kilo zu viel ist. Ich möchte dies durch konsequentes Training in Muskelmasse umwandeln. Meine Frau hat mir Trainerstunden zu Weihnachten geschenkt. Ohne Trainer bin ich einfach nicht konsequent genug. Ich habe zwar morgens eine Routine mit einigen Übungen, aber das reicht natürlich nicht.

Eine weitere Dauerbaustelle ist mein Körperfettanteil. Der ist, obwohl ich eine schlanke Statur habe, mit 25% eher am oberen Ende der Bandbreite. Wenn ich ihn auf 20% senken könnte, wäre ich schon sehr froh. Insofern werde ich meinen Zuckerverbrauch nun drastisch senken. Auch wenn mir das schwer fällt, da ich Schokolade und Süßes nun mal sehr liebe. Meine Leberfettwerte waren in den letzten Jahren nie richtig gut und mein Vater ist letztlich zu früh daran gestorben.

Aktuell schleppe ich auch noch eine Infektion der Nebenhöhlen mit mir rum. Und die Bronchien sind auch irgendwie immer belegt. Da nicht damit zu rechnen ist, dass das Wetter bis Mitte April richtig schön wird, ist noch unklar, wie ich das in den Griff bekommen kann. Ich hoffe aber, dass der reduzierte Zuckerkonsum und eine gesündere Lebensweise einen Beitrag dazu leistet. Bei dem Aufstieg und vor allem den Abschnitten über 4.000 Meter Höhe wäre es jedoch sehr von Vorteil, wenn die Lungen richtig frei sind und ich keinen Infekt habe.


Ziele

Kurzum: meine Ziele bis Mitte April sind wie folgt:

Nun, da ich die Ziele aufgeschrieben haben, muss ich mich auch an ihnen messen lassen. Man darf gespannt sein.